Nicolaus Bruhns (1665 – 1697): Praeludium e-Moll
Georg Muffat (1653 – 1704): Ciacona G-Dur aus „Apparatus Musico Organistico”
J. S. Bach (1685 – 1750): Orgelchoral „Christ lag in Todesbanden“, „Jesus Christus, unser Heiland“ | Osterchoräle aus dem Orgelbüchlein
J. S. Bach (1685 – 1750): „Meine Seele erhebt den Herren“ | Magnificat aus den Schüblerchorälen
Robert Schumann (1810 – 1856): Nr. 1 aus den Sechs Stücken in Kanonischer Form op. 56
Jean Langlais (1907 – 1991): Nasard, Française aus der Suite Française für Orgel
Charles Villiers Stanford (1852 – 1924): Prelude G Major

 Das Orgelwerk von Nicolaus Bruhns ist aufgrund seiner kurzen Lebenszeit nur schmal aber von außerordentlicher Qualität. Er ist hierin ein Vertreter der Norddeutschen Orgelschule, die franko-flämische Einflüsse mit Einflüssen aus Italien zu einem neuen virtuosen Stil zusammenführte. Ähnlich weltgewandt ist Georg Muffat, der die damals konkurrierenden Schulen der Italiener und Franzosen in seinem Stil verschmolz.
Zwei Osterchoräle aus dem Orgelbüchlein stehen dem Lobgesang Mariens aus den Schüblerchorälen gegenüber und verbinden so im Kirchenjahr die Osterzeit mit dem Monat Mai, in dem traditionell Marien gedacht wird.
Schumanns „Kanonische Stücke“ schlagen den Bogen zwischen dem großen Vorbild Bach und seinem Kontrapunkt mit der Romantik. Schumann verbindet in seinen Miniaturen die hohe Kunst des Kanons mit unbeschwerten Leichtigkeit, die Frühling atmet.
Jean Langlais schuf mit seiner Suite Française eine Sammlung alter Französischer Tanzformen in zeitgenössischem Gewandt. Auch hier werden alt und neu miteinander verknüpft. Beide Stücke gehören innerhalb des Werkes zu den frisch fließenden frühlingshaften Sätzen.
Am Schluss steht ein Werk des englischen Komponisten Charles Villiers Stanford, dessen Werk umfangreich ist und Kirchenmusik ebenso wie weltliche Werke umfasst. Sein Prelude besticht durch einen über das ganze Stück gespannten Spannungsbogen und eine positive Grundstimmung bei reicher harmonischer Farbgebung.