Jubilate | Hör mein Bitten | Psalmen

Beginnt am 21.11.2020 19:00

Charles Villiers Stanford „Te Deum“, „Jubilate“ und „Benedictus“ in B-Dur

Felix Mendelssohn „Hör mein Bitten“

Luis Lewandowski ”Psalmen”

Aki Hashimoto, Sopran
Katharina Roß, Mezzosopran
Andreas Wagner, Orgel

Ensemble der Darmstädter Kantorei

Leitung: Christian Roß

Vorverkauf ab 20.10.2020
Karten im Vorverkauf 15 EUR, zzgl. VVK-Gebühr / Abendkasse 18 EUR

 

Lobgesänge stehen auf dem Programm eines Konzertes für Chor und Orgel am Vorabend des Ewigkeitssonntags. Im Mittelpunkt steht dabei Felix Mendelssohns Hymne "Hör mein Bitten" für Sopran, Chor und Orgel, einem für das englische Publikum geschriebene Werk, das lange eines der beliebtesten Werke des Komponisten war. In seiner Anlage nimmt es Elemente des englischen Vers-Anthems auf und verbindet es mit musikalischer Figurensprache, die eher aus der deutschen Tradition kommt. Wie Mendelssohns Musik von der englischen Liturgie und vom englischen Geschmack beeinflusst wurde, so beeinflusste er auch englische Komponisten. Charles Villiers Stanfords Musik ist nicht zuletzt auch durch seine Studienaufenthalte in Deutschland und sein Studiem bei Mendelssohn-Schülern spürbar von dessen Tonsprache, Harmonik und Melodik geprägt, die er wiederum mit der englischen Tradition zu entwas eigenem formte. Im heutigen Programm erklingen Stücke aus seinem Morning Service in B.

Auch Louis Lewandowski wurde - wenn auch indirekt - von Felix Mendelssohn beeinflusst, eine Cousin Mendelssohns finanzierte seine musikalische Ausbildung in Berlin und führte ihn in die musikalischen Kreise ein. Lewandowski war als Oberkantor der liberalen Synagoge in Berlin maßgeblich an der Modernisierung der Musik im jüdischen Gottesdienst beteiligt und schuf mit seinen Werken für Chor- und Orgel ein beachtliches Oevre mit großer Qualität und Gespür sowohl für den liturgischen Anlass als auch für musikalische Tiefe und Textausdeutung. In Ton und Harmonik lassen sie immer wieder das Vorbild Mendelssohn erkennen.