Duruflé: Requiem | Dvorak: Biblische Lieder - ABGESAGT!

Beginnt am 22.11.2020 18:00

Leider müssen wir die Veranstaltung aufgrund der Beschlüsse der MPR-Konferenz vom 28.10.2020 absagen.

Maurice Duruflé „Requiem für Soli, Chor und Orgel“

Antonin Dvorak „Biblische Lieder“ op. 99

Johanna Krödel | Mezzosopran
Daniel Ochoa | Bariton
Misty Schaffert | Orgel

Ensemble der Darmstädter Kantorei

Leitung: Christian Roß

Vorverkauf ab 08.11.2020
Karten im Vorverkauf 15 EUR, zzgl. VVK-Gebühr / Abendkasse 18 EUR

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begründete Gabriel Fauré in Frankreich eine „neue“ Tradition der Requiem-Vertonungen, die das tröstliche Moment in den Vordergrund stellt und von der Not des Leidens ablenkt. Folgerichtig verzichtet er auf das "Dies irae" und das "Rex tremendae", also die Teile, die in den Vertonungen von Berlioz und Verdi noch eine zentrale Rolle spielten. Dazu ergänzte Fauré den Text um die Sätze "Libera me" und "In Paradisum", die nicht der Totenmesse, sondern dem Gottesdienst zur Beerdigung, den „Exequien“, entstammen. Am Ende dieser Tradition steht das Werk von Maurice Duruflé (1902-1986).
Duruflé, der bei Paul Dukas studierte und vor allem als Kirchenmusiker und Lehrer in Paris wirkte, greift die besondere Stimmung der Fauré'schen Vertonung auf und intensiviert sie noch. Anders als seine Vorgänger schließt Duruflé die alten gregorianischen Melodien der Totenmesse auf geniale Weise mit in sein Werk ein. Sie wirken nicht archaisch, sondern führen zu einer Objektivierung, nehmen eine allzu persönliche Sensibilität wieder zurück.

Dvořáks Zyklus der Biblischen Lieder op. 99 entstand im Frühjahr 1894 in New York, wo der Komponist seit knapp zwei Jahren lebte. Heimweh und traurige Nachrichten vom Tod befreundeter Komponisten sowie zum schlechten Gesundheitszustand seines Vaters könnten Dvořák zur Wahl der innigen Form und des religiösen Sujets veranlasst haben. Alle Texte des Zyklus entstammen dem alttestamentarischen „Buch der Psalmen“.