Beim Abschluss der vorösterlichen Konzertreihe „Sechsklang“ am Samstag (28.) werden die Zuhörer einen besonderen Mix erleben: Chorwerke und Violinsonaten von Barockmeister Bach sollen in der Stadtkirche erklingen. Die dunklen Motetten stehen im Zentrum – dennoch kein Trauerfall, erklärt Kantor Roß.
 
DARMSTADT. Ganz schön flott für einen Montagmorgen, wie Cembalo und Geige da loslegen. Selbst die Profis kommen da ins Schnaufen.
 

In der ansonsten leeren, von hellem Märzlicht erfüllten Stadtkirche proben Kantor Christian Roß am Cembalo und Geiger Ingo de Haas Bachs c-moll-Sonate, vierter Satz, und da geht es ganz gut ab. Munter und treibend ist der Rhythmus; Roß lässt die tänzerischen Cembalo-Motive präzise zirkeln, die Geigenmelodien von de Haas streben in himmlische Höhen. Gegen Ende umkreisen sich die Figuren, wechseln sich fugenartig ab, alles in unvermindertem Tempo. Der letzte Akkord ist noch nicht ganz verklungen, da lacht Roß auf, reibt und massiert sich die Finger: „Junge, diese schnellen Sätze ...“; er schüttelt den Kopf. Das Programm hat er sich ja selbst eingebrockt. ....